Einweihung Neubau Marie-Juchacz-Straße

Zusammen mit seinen Mietern weiht das St. Bruno-Werk seine vier Mehrfamilienhäuser des Pilotprojektes „Genossenschaftliches Wohnen mit Weitblick und Perspektive am Hubland“ in der Würzburger Marie-Juchacz-Straße ein. Hervorragend gelegen, bieten sie Platz für insgesamt 79 Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen – Rund die Hälfte davon ist EOF-gefördert. Domkapitular (em) Dr. Jürgen Lenssen sprach den Segen und weihte die Gebäude ein.

Das St. Bruno-Werk kann im Rahmen der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung erstmals selbst über die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der vier Häuser Strom produzieren und diesen an seine Mieter vor Ort günstig verkaufen. Über 90 Prozent der Bewohner haben das Angebot bisher angenommen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unter den ersten in Bayern sind, die dieses Modell realisiert haben“, sagt der geschäftsführende Vorstand Frank Hermann und berichtet, dass er Beratungs-Anfragen von Genossenschaften aus der ganzen Bundesrepublik bekomme, die dieses Modell ebenfalls umsetzen möchten.

Insgesamt hat die Wohnungsgenossenschaft 22,5 Millionen Euro in das Pilotprojekt investiert und ist damit deutlich unter den kalkulierten 25 Millionen Euro geblieben. Würzburgs Bürgermeister Joachim Spatz lobte das St. Bruno-Werk für seine Investitionskraft und die Bereitschaft „etwas für unsere Stadt zu tun“. Er überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Würzburger Oberbürgermeisters Martin Heilig.

Die eigene Wohnung ist Heimat und Rückzugsort

Der Aufsichtsratsvorsitzende des St. Bruno-Werkes, Dr. Dr. h.c. (UCC) Adolf Bauer, zeigt sich stolz auf die Leistung der Genossenschaft: „Unsere Aufgabe als Genossenschaft besteht darin, Wohnen für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich zu machen. Daran arbeiten wir und schaffen es seit vielen Jahren immer wieder. Die eigene Wohnung ist eine Rückzugsort, an dem man sich wohlfühlt. Den Menschen Heimat zu geben – egal, ob sie sozial schwach oder stark aufgestellt sind.“

Fast zehn Jahre sind von den ersten Überlegungen bis zu Einweihung vergangen

Frank Hermann wirft einen kurzen Blick zurück und berichtet von der Einzigartigkeit dieses Projektes. „Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt Würzburg haben mit dem St. Bruno-Werk und der Heimathilfe zwei Genossenschaften und eine Stiftung zusammengearbeitet und das Pilotprojekt Genossenschaftliches Wohnen mit Weitblick und Perspektive am Hubland realisiert“. Von den ersten Überlegungen im Jahr 2017 bis zu Einweihung im Sommer 2026 sind fast zehn Jahre vergangen. Unter der Federführung des St. Bruno-Werks wurde das Grundstück am oberen Rand des Bauabschnitts Hubland V erworben und insgesamt acht Wohnhäuser sorgfältig geplant. Nötige Abstimmungen wurden mit der Regierung von Unterfranken und der Stadt Würzburg getätigt, der Architekten-Wettbewerb ausgelobt, den Hetterich Architekten BDA aus Würzburg für sich entscheiden konnte, und schließlich die Bauanträge eingereicht. Im April 2023 erfolgt die Baugenehmigung und ab dann haben die drei Beteiligten den Bau ihrer Häuser selbst übernommen.

 


 

Foto (xtrakt_media_Julian_Hellenschmitt): Einweihungsfeier mit den Mietern und Mieterinnen der neuen Wohnhäuser der St. Bruno-Werk eG am Hubland